Hora Loca

Auf kolumbianischen Hochzeiten beginnt um 12.00 Uhr die hora loca, die „verrückte Stunde“. Man trägt wunderschöne, traditionelle Masken, Hüte und Kostüme und tanzt ausgelassen. Manche Paare engagieren auch kostümierte Tänzer. Diese sollen die Gäste auf die Bühne locken und zu Tanzspielen animieren. Die hora loca ist eine leidenschaftliche, lebhafte und farbenfrohe Stunde, die sehr an Karneval erinnert. Das Brautpaar und die Gäste trinken außerdem eine Menge Aguardiente. Der bekannte kolumbianischen Schnaps heißt übersetzt feuriges Wasser. Dadurch wird die Stimmung natürlich noch weiter angeheizt.

Die Hochzeitsfeier endet meist erst um 6.00 Uhr morgens oder noch später. Die Nacht über wird durchgefeiert und getanzt. Der Vater der Braut hat das Sagen darüber, wann die Feier vorbei ist.