Bräutigamweitwurf

Ein ziemlich skurriler Brauch ist der Bräutigamweitwurf. Im japanischen Matsunoyama werden frischgebackene Ehemänner mit Schwung einen Hang hinunter geworfen. Der Steilhang ist 5 Meter tief und dieses Spektakel findet jedes Jahr im Januar statt. Dieser 300 Jahre alte Brauch soll dem Paar Glück bringen und heißt „Mukonage“. „Muko“ bedeutet Schwiegersohn und „nage“ heißt wegwerfen. Entstanden ist er allerdings aus Rache – ein Mann konnte es der Sage nach nicht verwinden, seine geliebte Tochter an seinen Schwiegersohn zu verlieren und hat ihn deshalb einen Hang hinunter gestoßen. Heutzutage ist diese Tradition jedoch relativ ungefährlich, die Männer landen in dicken Schneehaufen und ihre Frauen eilen ihnen sofort zu Hilfe, um sie aus dem Schnee auszubuddeln und ihnen beim Aufstehen zu helfen.